Kagi / Renko / Three Line Break

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Kagi Charts (Marktstimmung=Angebot/Nachfrage) Beispiel
Neben den immer populärer werdenden Candlesticks gibt es noch weitere japanische Chartdarstellungen, die in Deutschland wenig bekannt sind: die Kagi Charts. Optisch repräsentieren Kagi Charts eine sich abwechselnde Serie von vertikalen dicken und dünnen Linien, wobei Stärke und Richtung der Linie in Abhängigkeit von der jeweiligen Kursbewegung konstruiert werden. Die große Besonderheit ist hier, dass der Zeitfaktor ignoriert wird.

Die vertikale Linie wird so lange verlängert, wie der Kurs seine Bewegungsrichtung fortsetzt, also ansteigt oder fällt. Eine vorher festgelegte so genannte "Reversal"-Größe führt die Linie bei einer Gegenbewegung des Kursverlaufs sofort in die entgegengesetzte Richtung. Die Linien werden durch einen kleinen horizontalen Haken verbunden.
Kagi Charts zeigen dem geübten Auge auf einen Blick das zu Grunde liegende Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Bei einer Serie dicker Linien ist die Nachfrage größer als das Angebot, der Kurs steigt. Wechselt die Darstellung hingegen in eine dünne Linienführung, so fällt der Kurs. Sich wechselnde dünne und dicke Linien signalisieren einen Seitwärtstrend, Angebot und Nachfrage befinden sich im Gleichgewicht. Die Handhabung zur Signalerkennung basiert auf dem Linienwechsel. Ein Kaufsignal entsteht, wenn die Linie von dünn auf dick wechselt, ein Verkaufssignal entsprechend bei einem Wechsel von dick auf dünn.
Kagi

siehe auch
Artikel Stocks & Commodities

Renko Charts (Trend-Erkenner) Beispiel
Eine weitere japanische Chart-Darstellungsart sind die Renko Charts. Das Wort Renko, abgeleitet vom japanischen "Renga", bedeutet so viel wie "Ziegelstein" und triff damit den Eindruck, den man von dieser Darstellung gewinnt, sehr genau. Die Renko Charts ergeben sich aus einer Aneinanderreihung ausgefüllter (fallender Kurs) oder unausgefüllter (steigender Kurs) Kästchen, die man auch als "Bricks" bezeichnet. Sie haben stets die gleiche Größe. Ein neuer Brick kommt nur dann hinzu, wenn sich die Kurse um einen bestimmten Mindestbetrag verändert haben. Durch die Chartkonstruktion sind Trends gut sichtbar und Trendwenden können schon rein optisch identifiziert werden. Kaufsignale erkennt man durch den Wechsel von ausgefüllten zu unausgefüllten Bricks. Analog erfolgt ein Verkaufssignal in umgekehrter Reihenfolge: ein Wechsel von unausgefüllten zu ausgefüllten Bricks. Renko

 

Three-Line-Break (Trendwende-Erkenner) Beispiel
Der Three-Line-Break-Chart besteht aus einer Aneinanderreihung von schwarzen und weißen Blöcken. Ein weißer Block entsteht, wenn der heutige Schlusskurs das Vortageshoch überwindet. Ein schwarzer Block wird eingezeichnet , wenn der heutige Schlusskurs unter dem Vortagestief liegt.
Dementsprechend lassen sich Kaufsignale erkennen, wenn der heutige Höchstkurs den Höchstkurs des vorvorletzten (drittletzten) schwarzen Blocks überwindet. Eine negative Trendwende mit einem Verkaufssignal erfolgt, wenn der heutige Tiefstkurs den Tiefstkurs des vorvorletzten (drittletzten) weißen Blocks unterschreitet.
Wenn der Kurs weder ein neues Hoch noch ein neues Tief markiert, wird keine Einzeichnung vorgenommen. Demnach sind nicht die Höchst- und Tiefstkurse oder die Anzahl von Kästchen für eine Trendwende verantwortlich, sondern das Verhältnis des heutigen Kurses zum Extrempunkt (Kurs) des vorvorletzten Blocks.
Three Line Break

ausführliche Infos

zumthema.gif (161 Byte)
Kagi
(momentum-trades.de)
Renko
(Technical Investor)
Renko
(momentum-trades.de)
Three Line Break
(momentum-trades.de)

 

Bücher

Beyond Candlesticks
Beyond Candlesticks
Steve Nison
"Ein gutes Buch nicht nur über Candlesticks. Erläuterung anderer japanischer Chartdarstellungsformen (Kagi, Renko, Three-Line-Break Charts)"

Deutsche Übersetzung
Steve Nison

Auszug aus Technical Investor, Nr.4 Dez. 2000 , S. 106