Aufsatzvorbereitung -Risikomanagement-

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Im dritten Teil des ACI-Diplomas mußte ich noch zwei Aufsätze in 60 Min verfassen. D.h. ein Aufsatz wie in der Schule war nicht.
Wichtig war im Prinzip nur, daß die wesentlichen Merkmale der Produkte bzw. deren Auswirkungen u.ä. berücksichtigt wurden.
Hier habe ich die relevanten Informationen zusammengetragen.

Hinweis
Diese Informationen enthalten nur einen Überblick über die wichtigsten Punkte des Stoffgebietes.
Sie dienen ledglich als grober Leitfaden für einen Aufsatz.

Inhalt:

  1. Risikoarten
  2. Risikolimite
  3. Risikomessung
  4. Kapitaladäquanzrichtlinie

Einführung:
Wandlung des RM -> Start wachsender Derivatehandel
Risiko als wichtige Ertragsquelle
Unsicherheit quantifizieren, Erträge vergleichen
Gesamtrisiko kleiner als die Summe der Einzelrisiken
Großteil der wirtschaftlichen Bankrisiken im Handel / Treasury

Risikoarten

Kreditrisiko

Ausfallrisiko (klassisches) bei allen Aktivgeschäften

ausgenommen Off-Balance

Wiederbeschaffungsrisiko Zusatzkosten

Laufzeitmethode

Mark to market Ansatz (VAR)

Settlementrisiko Bei allen Tauchgeschäften

Besonders FX (Herstatt)

Marktrisiko

Devisen
Zinsen Zinskurven: stark bei Forwardgeschäften

Zinsniveau

Basis: bei unterschiedlichen Produkten (FRA/Future, IRS/Anleihe)

Aktien

Liquiditätsrisiko

Sonstige Risiken

Operationale, Rechtsrisiken, Politische Risken, Imagerisiken, Kriminelle

 

Risikolimite

Kreditrisiko

Länderlimit, Partnerlimit, Branchenlimit

Marktrisikolimite

Overnight-Limit, Intraday-Limit, Qoutierungslimit, Stop Loss Limit, Laufzeit Mismatch Limit, Instrumentenlimit, Laufzeitlimit

Liquiditätsrisiko

Laufzeit Mismatch Limit, Aktiv/Passiv "Vorlauf"

 

Risikomessung

Kreditrisiko

Ausfälle + 50%, Historische Höchstwerte, Tendenz: "Volatilitäten"

Marktrisiko

Traditionell

 

 

 

willkürliche Szenarien
GAP-Methode p.a. Ergebnisveränderung bei unterstellten Zinsveränderung
Duration Preishebel bei Anleihen

Flache Zinskurve unterstellt

PVBP Barwert bei 1 BP Zinsänderung (Delta) anhand der Zero-Kurve
Value at Risik

 

 

 

 

mit historischen Schwankungen (Volatilitäten)

Ziel: Gesamtrisiko, Vergleichbarkeit (Handel/Kredit)

Varianz/Kovarianz Korrelationseffekte
Historische Simulation Heutiges Portfolio vgl. mit historischer Kursentwicklung
Monte Carlo Zufallsgenerator
Kontrollverfahren Stress Testing (extreme Marktbewegungen)

Back Testing (Realitätstest)

Kapitaladäquanzrichtlinie

Einführung:

von der EU 1993 publiziert
ab Ende 1995 in allen EU-Staaten sukzessive eingeführt
Freiräume bei der Umsetzung
im wesentlichen eine Ergänzung des Kreditrisikos um das Marktrisiko
Neu: Unterscheidung zwischen Bankbuch und Handelsbuch

Bankbuch

strategische Positionen
Unterlegung des Fremdrisikos
Seperate Unterlegung des Kreditrisikos

Handelsbuch

Eigenkapitalunterlegungspflicht für
Marktrisiko
Kreditrisiko "spezifisches Risiko"
Abwicklungsrisiko

Bestandteile
Eigenhandel in Finanzinstrumenten
Derivative Instumente
Absicherung oder Refinanzierung des Wertpapierhandelsbuches
Pensionsgeschäfte

Zusätzliche Bedingungen bei der Festlegung nach internen Kriterien ( Organisatorische Vorkehrungen, Nachvollziehbarkeit die Umbuchungen, interner Hegde des Bankbuches zählt zu Handelsbuch

Eigenkapital

Tier 1

Kernkapital Stammkapital + freie Rücklagen

Tier 2

Ergänzungskapital Nachrangige Titel > 5J. + Bewertungsreserven

Tier 3

Zusätzliches Ergänzungskapital Nachranige Emissionen > 2 J.

Nicht realisierte Nettogewinne aus dem Handelsbestand

Zusätzliche Grenzen

Eigenkapitalforderung aus dem Kreditrisiko min. mit 50% Kernkapital gedeckt

"" Marktrisiko min. mit 28,5% durch restl. Kernkapital gedeckt

Baseler Komitee

Modelle der KAR sehen nur indirekte Korrelationseffekte vor (gleiches Marktrisiko und gleiche Währung)

Durch Verwendung interner Meodelle können die Banken, die auf historischen Daten baserenden Volatilitäten und Korrelationen verwenden, um ihren marktrisiken zu quantifizieren

Zustimmung der zuständigen Behörden notwendig

Vorgegebene Parameter:

Unterstellte Haltedauer 10 Handelstage

Historischer Beoabachtungszeitpunkt von midestens 1 Jahr

99 % Konfidenzinterval

qualitative Kriterien:

unabhänige Risikokontrollabteilung

unabhängige Prüfung durch interne Revision

Existenz von Risikolimiten

Regelmäßige Tests

Aktive Teilnahme der Geschäftsleitung

Benötigtes Eigenkapital

Durchschnittlicher Risiko der letzten 60 Tage * Faktor 3

Oder Risikowert des Vortages (höhere von beiden)

Kapitaladäquanzrichtlinie

Ermittlung

Kreditrisiko

EK-bedarf = Adreßgewichtung * Risikowert * 8%

Adreßgewichtung 0% Zentralregierungen und Zentralbanken der Zone A (OECD)
10% Kreditinstitute der Zone A mit entsprechenden Sicherheiten
20% Kreditinstitute der Zone A
50% durch Hypotheken gesicherte Forderungen, Derivate bei 100% Kontrahentenrisiko
100% alle anderen Aktiva der Bank
Risikowert Bei Bilanzprodukten Bankbuch 100 %

Handelsbuch Sonderegelungen (Aktien, qualifizierte Aktiva)

Wiederbeschaffungsrisiko Bilanzpositionen 100 %

Derivate

-Marktbewertungsmethode

-Ursprungsrisikomethode

-Netting (reduzierte EK-Unterlegung)

Settlementrisiko bei Handelsbestand Zusätzliche EK-Unterlegung
Marktrisiko Währungsrisiko

Bank- und Handelsbuch

Standardmethode (Nettoposition - 2% EK) * 8%
Statistische Methoden Parameter: Haltedauer 10 Tage, Verluste max 5% > als Risiko der letzten 5 Jahre
Zinsrisiko

Nur Handelsbuch

Laufzeitbandmethode Durchschnittliche Risikofaktoren pro Laufzeit vorgegeben
Durationsmethode Echte Risikofaktoren für die einzelnen Laufzeiten

Daher geringerer EK - unterlegungssatz

Sensitivitätsmethode Bewertung der Cash-Flows mit der Zero-Nurve
Aktienrisiko

Nur Handelsbuch

  8% der Nettogesamtposition
Großkreditgrenzen Gesamtkreditrisiko pro Kunde 25% des EK

Summe der Großrisiken max das 8-fach des Eigenkapitals

Handbuch Risikomanagement

Risikomanagement
Detlef Keitsch

Währungsrisiken, Währungsmanagement
und Devisenkurssicherung
von Unternehmungen

Guido Eilenberger

Handbuch Derivativer Instrumente
Handbuch Derivativer Instrumente
Roland Eller

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27.12.2001