1. Geschichte

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1.2 Goldstandard (1880 - 1914)

-System fester Wechselkurse (zum Gold fixiert)
-Goldumlaufwährung (int. anerkanntes Zahlungsmittel) Zentralbank fixiert Goldpreis, Annahmepflicht
    Jeder darf Gold einschmelzen
    Jeder darf bei der Münzanstalt Goldmünzen drucken lassen
    Ein- und Ausfuhr unbeschränkt möglich
    = Nominal- und Metallwert identisch
-Goldkernwährung (ausschließlich zur Reservehaltung gegen Banknoten)

1.3 Zwischenkriegszeit (1918 - 1939)

-Inflation und Abwertung, betraf am Ende alle bedeutenden Weltwährungen
-Weltwirtschaftskrise
-Devisenbewirtschaftung, Verbot oder Beschränkung der Kapitalausfuhr sowie die Verpflichtung,
aus Exporten anfallende Devisen an den Staat abzutreten

1.4 Bretton Woods (1944 - 1970)

-Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF)
-Int. Währungssystem mit stabilen Wechselkursen
-Abbau der Devisenrestriktionen
-Konvertibilität aller Währungen
-Parität gegenüber Gold bzw. Dollar ; Bandbreiten (+/- 1%), sonst Notenbankintervention
-Kredite des IWF durch die ordentlichen Ziehungsrechte zwecks Erleichterung zur Behebung des Zahlungsbilanzdefizits
-Gründung Europäische Zahlungsunion EZU 1950 zwecks Einführung der Währungskonvertibilität 1958 Ablösung durch das
Europäische Währungsabkommen EWA
-Europa: Währungskonverbilität im Dez. 1958

Krisen:
-Sep. 1949 erste Abwertungen
-60er Zahlungsbilanzdefizite USA -> Sturmlauf auf Gold -> 1961Goldpool der Nationalbanken zur Fixierung des Goldpreises
-1967 massive Abwertung des Pfundes Aufgrund Ungleichgewicht der Zahlungsbilanzen
-1968 Auflösung des Goldpools von 1961 w/ run auf Gold
-1968 Unruhen Paris -> Abwertung des Franc 10%
-Oktober 1969 Aufwertung der DM 10% nach kurzem, freien Floaten

1.5 Zusammenbruch des Bretton Woods (1971 - 1973)

-Zahlungsbilanzdefizte USA -> Dollar Krise -> Dollarflucht ins höherverzinsliche Europa
-15.8.71 Aufhebung der Goldkonvertibilität gegen Dollar, Währungsinterventionskurse werden aufgegeben
-Smithsonian Agreement Dez. 1971 (Erhöhung d. offiziellen Goldpreis/Abwertung des Dollar) -> Rückkehr zu festen Bandbreiten
-Anfang 1973 weitere Dollar Abwertung
-März 1973 Absage der Interventionspflicht

1.6 Währungsordnung seit 1973

-Vorteil flexibler Wechselkurse: Autonomie in der Geldmengenpolitik
-kontrolliertes Floating
-massive Abwärtsbewegung des Dollar (nicht 79-85)
-Stabilisierung durch G7 Louvre Abkommen 1987 (Interventionen, Apelle,Zinspolitik)

1.7 Das Europäische Währungssystem EWS/ECU (1979)

-Grundsatzentscheidung 1969 Den Haag zur EWWU
-Ab 1972 Schwankungsbreite 2,25% (Währungsschlange) der EWG Währungen im Europäischen Währungsverbund (EWV)
-Ab 1993 Schwankungsbreite 15%
-Beginn EWS 13.3.79 regionales System fester, aber anpassungsfähiger Wechselkurse/ Zone der monetären Stabilität in Europa
-Nicht EWS Länder konnten sich durch Assoziierung am Wechselkursmechanismus beteiligen mit dem Ziel der Währungs- und Preisstabilität
ECU:
-Tausch von 20% der Dollar und Goldreserven der Zentralbanken in ECU beim EFWZ

Funktion:

-Bezugsgröße für den Wechselkursmechanismus, bei Interventionsbedarf kurzfristiger Kredit unter Einschaltung des
Europäischen Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit (EFWZ)
-Grundlage für Abweichungsindikator
-Rechengröße für Finanzierungsoperationen
-Zahlungsmittel und Reserveinstrument für EWS-Zentralbanken

1.8 EWWU

9./10. Dezember 1991 Maastricht
vorrangiges Ziel: Preisstabilität

Ziele:
beständiges, nicht inflationäres und umweltverträgliches Wachstum
hoher Grad an Konvergenz der Wirtschaftsleistungen
hohes Beschäftigungsniveau
hohes Maß an sozialem Schutz
Hebung des Lebensstandards und der Lebensqualität
Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhaltes (Solidarität)

Wirtschaftsunion
-EWWU-Rat erarbeitet Grundzüge der Wirtschaftspolitik und überwacht deren Entwicklung und Vereinbarkeit jedes Mitgliedstaates
-EWWU-Rat überwacht und Bewertet hauptsächlich Haushaltspolitik

Währungsunion
Einheitliche Geldpolitik erforderlich

"unwiderrufliche Festlegung der Wechselkurse"

Europäisches System der Zentralbanken ESZB (bestehend aus EZB und nationalen Notenbanken) führen Geldpolitik der Gemeinschaft aus
Stufe 1: Seit Juli 1990 Ausrichtung auf Konvergenzkriterien (Geldwertstabilität,Hauspaltsdisziplin)
Stufe 2 : Seit Januar 1994 Konvergenzprozeß vertieft, Gründung Europäisches Währungsinstitut (EWI), Vorläufer der EZB

März 1997
-Konvergenzkriterien werden durch Stabilitätspakt in Amsterdam untermauert

Konvergenzkriterien:

-Inflationsrate <1,5% über dem Durchschnitt der 3 preisstabilsten Mitgliedern
-Gesamtverschuldung <60% des BIP
-Defizit öffentliche Hand <3% des BIP
-2 Jahre in der Bandbreite des EWS ohne Spannungen und Abwertungen
-Langfristige Zinsen <2% über dem Durchschnitt der 3 preisstabilsten Mitgliedern

31.12.1998

-Fixierung der Wechselkurse

Ab 1.1.1999

-11 Staaten im Euro / Einführung EURO bargeldlos
-Arbeit der EZB beginnt in Frankfurt
-Wim Duisenberg erster Präsident

Spätestens 1.1.2002

-EURO Noten- und Münzgeld
-6 Monate parallel EURO und nationale Währungen als Bargeld

Handel und Kursbildung am Devisenmarkt
P. Fischer-Erlach

Das D-Mark Gedenkbuch
Das D-Mark
Gedenkbuch

Das war die Mark
Das war die Mark

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Links:

- EWS
- Krise
[Uni Bochum]

Quelle: Finance Trainer

28.12.2002